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Basalt – Tour durch den Westerwald

Posted in Allgemeines, Motorrad, Touren with tags , , , , , , , on 26. April 2011 by jkarthaus

Basierend auf meinen Geo Touren Taschenbuch habe ich mir folgende Tour durch den Westerwald zusammengestellt.

Übersichtskarte Basalt Tour

Los gehts im Bröltal richtung Westerwald.
Hier ein Blick aus dem Nutscheid auf das Siebengebirge :

Blick auf das Siebengebirge

Die Strassen an diesem Ostersonntag sind erstaunlich leer.
Die Wiesen sind vom Löwenzahn gelb eingefärbt.  Hier und da trifft man eine Bikergruppe

Löwenzahn im Westerwald

Erste Pause am Dreifelder Weiher, einem künstlich angelegtem Fischzuchteich mit Badestrand und Campingplatz.

Dreifelder Weiher

...andere Perspektive

Hier das erste Geologische Ziel der Tour : Der Kranstein

Naturdenkmal Kranstein

„Es handelt sich um einen der eindrucksvollsten Basaltaufschlüsse im Westerwald.
Die Basaltsäulen in Pyramidenform und Meilerstellung sind so weder noch einmal im Westerwald, noch über dessen Grenzen hinaus zu finden“

Sogar mit Mopete zu erreichen (Illegal)

Weiter geht die Tour durch die mit Blütenpollen angefüllte Luft  –  vorbei an der Krombachtalsperre

Zum nächsten Geologischem Ziel, dem Ketzerstein…

Ketzerstein

 Das Naturdenkmal Ketzerstein liegt auf einer Höhe von 610 m südlich der Gemeinde Liebenscheid-Weißenberg am nördlichen Rande des Westerwaldkreises.
Er ist der sichtbare Rest eines Lavastromes. Deutlich erkennt man noch die ehemalige Säulenform, die durch horizontale Klüfte weiter zergliedert wurde. Geologisch bedeutsam ist der hohe Gehalt an magnetischem
Eisen-Titan-Erz (Illmenit), der den Ausschlag einer Kompassnadel deutlich beeinflusst (Aberration) „

Der Ketzerstein führt seinen Namen auf die in der Nähe gelegene Wüstung Katzhausen zurück, nach der auch der Ketzerbach benannt ist. Die groben Felsblöcke in altarähnlicher Form versucht man als heidnischen Opferaltar zu deuten.

Blick auf den Westerwald

Nach kurzer Pause mit einer wunderschönen Aussicht auf den Westerwald geht es auf zur letzten Etappe der Basalt Tour – dem Druidenstein bei Kirchen an der Sieg.
Gleichzeitig der Höhepunkt der Tour.

Druidenstein

Der Druidenstein ist etwa 25 Millionen Jahre alt (Jung-Tertiär) und nimmt eine Fläche von zirka 100 m² ein. Seine ungewöhnliche Form erhielt er, als sich Lava durch die devonische Grauwacke des Grundgebirges hindurchzwängte und anschließend erstarrte.
So bildeten sich senkrecht zur Abkühlungsfläche prismatische Säulen heraus.

Durch Erosion blieb nur noch der harte Basaltkern übrig, allerdings „schrumpft“ diese Kuppe immer weiter.
Auch andere Ereignisse haben die Größe des Basaltkegels reduziert.

Der Druidenstein ist vermutlich bereits von den Kelten als religiöse Stätte und als Versammlungsort genutzt worden.
Die oberste Spitze wurde wohl aus taktischen Gründen während des Dreißigjährigen Krieges abgebrochen, damit sich feindliche Truppen nicht daran orientieren konnten. Damals war die Spitze nämlich noch weithin sichtbar und kaum Wald vorhanden. Im Jahr 1869 wurde der Druidenstein unter Naturschutz gestellt. Heute zählt er zu rund 3.000 Naturdenkmalen des Landes Rheinland-Pfalz.
1979 wurde der Druidenstein von einem Blitz getroffen. Der Einschlag war so gewaltig, dass der Basaltkegel danach mit sechs Stahlbetonbalken gestützt werden musste.

Vom Druidenstein geht es über kleine Strässchen wieder in Richtung Heimat.

Letzte Pause

Der letzte Punkte der Tour liegt auf einer Anhöhe bei Lichtenberg ein prima Ort um den Sonnenuntergang zu geniessen.

HIER DIE TOUR ALS GPX FILE

Weitere GEO Tour durch die Eifel 2010

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Geo – Tour durch die Eifel

Posted in Motorrad, Navigation, Touren with tags , , , , , on 3. April 2010 by jkarthaus

Der lange Winter hat endlich ein Ende, und die erste Tour für 2010 hat stattgefunden.
Die Eifel birgt noch viele Interessante Orte, die es zu erkunden gilt.
Deshalb fand am Karfreitag die Eifel Geo – Tour statt.

Hier die Routenplanung :

  • Tourlänge : 205 KM
  • Dauer : 4 1/2 Stunden (incl Pausen und Besichtigungen)
  • 2321 Höhenmeter
  • Min. Höhe 130 M
  • Max. Höhe 626 M

Höhenprofil :

Die von mir gewählten Strassen waren weitgehend frei von „Dosenfahren“ – das Wetter war kalt und windig – aber trocken.
Hier eine Impression der Strecke bei Binzenbach :

Da es auf dem Weg lag, bin ich beim Radioteleskop Effelsberg vorbeigefahren. Da nur ein Fussweg zum Teleskop führt, habe ich zugunsten der anderen Ziele nur ein Photo vom Parkplatz auf das Teleskop gemacht. Mann kann die gewaltige Grösse trotzdem erahnen.

Das erste Ziel war der Wasserfall Dreimühlen leider ist der Wasserfall nur zu Fuss zu erreichen. Er liegt neben einem Kalkstein – Abbaugebiet.

Das besondere an diesem Ort ist, das der Wasserfall durch Ablagerungen des Quellwassers ständig wächst.

Über kleine Strassen geht es weiter zum nächsten Ziel dem Arensberg – einer Vulkankuppe, die über einen kleinen Stollen begangen werden kann.
Wieder bin ich alleine Unterwegs :

Hier der Eingang :

Und so sieht das ganze von innen aus :

Nach so viel Einsatz um zum Ziel zu gelangen, wird es Zeit für die bekanntesten Eifel Sehenswürdigkeiten, die bequem aus dem Sattel zu erreichen sind – Maare.

Auf dem Weg zum ersten Maar – kurz vor Daun eine riesen Funkanlage :

Was ist das ??? – Niemand weiss es

Hier der erste Maar – Tontenmaar oder Weinfelder Maar

Direkt von der Strasse aus zu erreichen.

Hier mein Favourite -> Der Pulvermaar

Traumhaft gelegen und komplett mit Wald umgeben. Am Schwimmbad gibt es Gelegenheit einen Kaffee zu trinken.

Vom Pulvermaar geht es nach Strohn zur „falschen“ Lavabombe. Ein 120 T schwerer Lavabrocken, der in einem nahegelegenen Steinbruch gefunden wurde.

Damit sind alle Geo Highlight’s für diese Tour abgefahren.

Auf dem weiteren Weg Richtung Cochem gab es noch einen tollen  Ausblick vor Manderscheid:

Bis an’s Ende der Tour in Cochem gibt es noch viele Kilometer durch die wilde Eifel über kleine einsame Strassen mit Hügeln und Senken mit 18% Gefälle geht es runter nach Alf an die Mosel. Bis nach Cochem geht es zum Flanieren an der Mosel entlang. Auf einmal kommen aus allen Ecken Biker angefahren.

Das Ziel zum Schaulaufen ist die Moselbrücke in Cochem.


Vor der Heimfahrt werden noch Benzingespräche geführt.

Hier die Tour als Google Earth KML – Datei

Hier die Tour als TomTom ITN Datei